Donnerstag, 10. September 2015


Von der Pflege des Boulder-Opals

Der Boulder-Opal ist ein besonderer Stein und verdient es, behutsam behandelt zu werden. Er ist ein Individualist unter den Steinen und auch wenn er manchmal etwas rustikal daher kommt, bedarf er einer gewissen Pflege.

Auch wenn dem Boulder eine höhere Festigkeit nachgesagt wird, so kann er dennoch brechen. Das kann schon beim Schleifen oder Bohren passieren. Mit etwas Glück hat man dann zwei schöne Steine. Wenn er auf harten Grund fällt, entzweit er sich wahrscheinlich sofort. Die Verwunderung ist jedoch groß, wenn er augenscheinlich einfach so auseinander fällt. Dann jedoch hat er sich unbemerkt an Kanten gestoßen oder ist unsachgemäß auf einen harten Untergrund gelegt oder gar geschmissen worden. Deshalb sollte der Boulder, besonders als Kette, näher am Hals, getragen werden, damit er sich beim Vorbeugen oder Bücken nicht an Tischen oder anderen harten Kanten schlagen kann. Geht er dennoch mal durch Unachtsamkeit entzwei, kann er mit etwas Glück nachgeschliffen werden.

Temperaturschocks mag der Opal gar nicht. Starke und/oder schnelle Temperatursprünge von kalt zu heiß oder umgekehrt unbedingt vermeiden. Nicht in die direkte Sonne legen oder in heißes Wasser tauchen, um Risse oder Sprünge zu vermeiden. Immer schön langsam, dann gibt’s keine Probleme.

Eine Reinigung unter handwarmen fließenden Wasser genügt. Sollte es einmal nötig sein, dann nimmt man ein wenig Spülmittel oder milde Seife dazu, gut klar spülen nicht vergessen. Nur weiche Tücher zum Trocknen verwenden. Nicht im Ultraschallbad reinigen!

Eine Trübung im Opal wird eher nicht durch Austrocknung verursacht. Ein lang geliebter Boulderopal wird viel getragen, häufig angefasst, vorgezeigt und begleitet uns über Jahre hinweg. Da kann es durch Sand, Staub, Erde schon mal zu einem *natürlichen Altersprozess* kommen. Dann lässt man ihn am besten von einem vertrauensvollen Opalschleifer nachpolieren.

Wenn Sie ihren Opal ablegen, lassen Sie ihn nicht in der Schublade versauern. Auch ein Bad im klaren Wasser hat noch keinem Boulder geschadet. Säuren, Laugen, Haarspray und andere Chemikalien unbedingt vermeiden, da versteht auch der Boulder keinen Spaß mehr.

Der Boulder liebt es getragen zu werden, bevorzugt direkt auf Haut. Hier bekommt er Feuchtigkeit und etwas Fett, mehr braucht er nicht.

Bei sorgfältigem Umgang ist er ein Edelstein, der einen das Leben lang begleiten kann.




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